Der Bildhauer Marco Martello, bekannt unter seinem Künstlernamen Marco Martalar, verzaubert alle Kunstbegeisterten mit seinen spektakulären Skulpturen
Marco Martello wurde in Róana, einem Dorf auf dem Hochplateau von Asiago, in Venetien geboren. Da sich die Werke um den Geburtsort und die Natur drehen, sind sie nicht wie üblich in einer Kunstgalerie ausgestellt, sondern an ruhigen Orten in der Natur. Die Skulpturen bestehen aus Baumstämmen, Wurzeln und Holz. Nach dem verheerenden Vaia-Sturm, der im Herbst 2018 Millionen von Bäumen im gesamten Trentino entwurzelt hatte, setzte sich Marco das Ziel, der Natur all das zurückzugeben, was verloren schien.
Die Kunstwerke zeigen die tiefe Verbundenheit zwischen den Menschen und der Natur. Der Bau der Skulpturen wird genauestens geplant und der Ort und die Materialien sorgfältig ausgesucht. Die Zusammensetzung der verschiedenen Teile ist ein sehr langsamer Prozess, da jedes noch so kleine Stückchen Holz genauestens positioniert werden muss, um die Formen und die Bewegung der Statuen so naturgetreu wie möglich nachzubilden.
Zu seinen bekanntesten Meisterwerken im Trentino gehören La Lupa del Lagorai (die Wölfin des Lagorai, 2022) in Levico Terme, L'Aquila di Vaia (der Adler von Vaia, 2023) in Grigno, Terra e Cielo (Erde und Himmel, 2023) in der Nähe des Maso Poli in Pressano di Lavis, Il Cavallo di Strembo (das Pferd von Strembo, 2023) in Strembo, der Drago Vaia Regeneration (Nachbildung des Vaia-Drachens, 2023) und La Frau-Madre Natura (Mutter Natur, 2023) beide in Lavarone, Il Grifone di Vaia (der Gänsegeier von Vaia, 2023) in Tesino, l'Orso del Pradel (der Bär von Pradel, 2025) in Molveno, Il Radicosauro (2025) am Santa Giustina See in Predaia, il Cervo del Fertazza (der Hirsch von Fertazza, 2025) in Selva di Cadore und die Guàna del Primiero (die Nymphe von Primiero, 2025) in Primiero San Martino di Castrozza.
Die Guàna del Primiero
Diese wunderschöne Skulptur wurde 2025 in Primiero San Martino di Castrozza erschaffen. Der Künstler inspirierte sich dabei an der Legende der Guàne-Nymphen, die in der Vergangenheit das Gebiet bewohnten. Sie waren in einer perfekten Symbiose mit den Flüssen und Seen in der Nähe des Sass de le Guàne unter dem Schloss Pietra. Diese Fantasiewesen pflegten Beziehungen zu Männern und viele hatten sogar Familien. Die einzige Bedingung dafür war, dass niemand, auch nicht ihr Ehemann, sie fragen durfte, woher sie kamen und wer sie wirklich waren. Sobald ihre Ehemänner sie dazu drängten ihre Geheimnisse preiszugeben, verschwanden sie spurlos. Wurden sie verfolgt oder gestört, sprangen sie ins Wasser, wo sie sich zu Ottern verwandelten und auf Nimmerwiedersehen verschwanden. Der Otter ist bis heute das Wappentier von Primiero.
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