Copertina AT PeerRS C canazei localita penia
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Penia di Canazei

Penia, eine Fraktion von Canazei, erstreckt sich am Flussufer des Avisio auf 1.555 Metern Meereshöhe

Dieses traditionelle Bergdorf ist in den letzten Jahren zu einem beliebten Ferienziel geworden. Vom Dorfzentrum aus schlängeln sich viele Wanderwege auf die Marmolata, den Monzoni und die Sellagruppe. Penia befindet sich entlang der bekannten Via Alpina, einer Wanderroute, die die Alpen von Ost bis nach West durchquert. Penia liegt nur drei Kilometer von Canazei entfernt und ist das letzte bewohnte Gebiet vor dem Fedaia-Pass und der Marmolata, wie auch eine Theorie zur Herkunft seines Namens vermuten lässt. Die ladinische Redewendung "Penìa, che più en ite no l'è nia", was so viel bedeutet wie "nach Penia gibt es nichts mehr", hat also etwas an sich. Laut einer anderen Vermutung stammt der Dorfname vom lateinischen Begriff "Pendiva" ab, der sich auf den Hügel, auf welchem sich der Ort befindet, bezieht. Die Einwohner werden heute noch als "Bèles" also "Hernien" bezeichnet. Dieser Übername ist auf die harte Arbeit als Bauern, die vor allem in Verbindung mit Kälte bei vielen Einwohnern Hernien verursachte, zurückzuführen.

Die Kirche zu den Heiligen Sebastian und Rochus wurde Mitte des 16. Jahrhunderts gebaut und 1845 erweitert. Die Außenfassade ist schlicht und auf der linken Seite erhebt sich der Glockenturm mit seinem quadratischen Grundriss. Eine Volkslegende über die Kirche besagt, dass die Kirche eigentlich an einem anderen Ort hätte gebaut werden sollen. Doch als ein Vogelschwarm den Sand, der zu ihrem Bau benötigt wurde, auf den "Col de Lagnol" hinaufbrachte, interpretierten die Menschen dieses Ereignis als ein Zeichen Gottes, weshalb sie das Monument anschließend dort bauten. Weitere Kulturhighlights sind das Venezianische Sägewerk (Segheria Veneziana), der Sitz des ladinischen Museums, das sich weiter unten im Dorf befindet, und das Museo Dantone, welches den Besuchern die Geschichte des Fassatals näherbringt. Wir empfehlen Bergtouren auf die umliegenden Gipfel oder eine Wanderung durch das Valle del Contrin, ein uriges Tal mit Holzhütten, wo du den Einheimischen auch heute noch bei der Herstellung von Almkäse über die Schulter schauen kannst.**

Zu Penia gehören die zwei kleinen, etwas abgelegenen Siedlungen Lorenz und Verra, die nur noch von wenigen Familien bewohnt werden. Verra war einst der höchstgelegene bewohnte Ort des gesamten Trentino auf 1.675 Metern Meereshöhe und hat seinen Namen der ladinischen Bezeichnung "Vera" zu verdanken, was so viel wie "fruchtbare Wiese" heißt. In Lorenz auf 1.636 Metern ü.d.M. steht seit 1732 die Maria, Hilfe der Christen Kirche. Das heutige Kreuz wurde vom lokalen Künstler Andrea Soraperra erschaffen und ersetzt somit das 1979 entwendete vorherige Kreuz.

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