Forno, eine Fraktion der Gemeinde Moena, erstreckt sich in einer traumhaften Lage inmitten der Natur
Bildergalerie: Forno
Forno liegt an der engsten Stelle des Fleimstals - genau dort, wo das Tal Richtung Predazzo hinunterführt. Geographisch gesehen befindet sich das Dorf im Fleimstal, aber es ist dennoch eine Fraktion der Gemeinde Moena im Fassatal. Forno war bereits im 13. Jahrhundert von Minenarbeitern aus der Provinz Belluno besiedelt, die hier Öfen zur Schmelzung des Eisens, das in den Minen auf den Monti Mulat und in Vezzena abgebaut wurde, hergestellt wurden. Diese Aktivität wurde im 16. Jahrhundert eingestellt und Ende des 19. Jahrhunderts wieder aufgenommen. 1950 hingegen wurde der Minenabbau definitiv aufgegeben. Das einzige Zeugnis, das bis heute erhalten geblieben ist, ist der Akzent von Belluno, der sich im ladinischen Dialekt der Bevölkerung von Forno verankert hat.
Die "Ciasa Topani" und die "Casa De Silvestro" sind zwei alte Gebäude in einem alten Viertel der Comunità di Fiemme. Ciasa Topani ist mit einem Fresko aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts, einer kleinen Holzveranda und einem gewölbten Eingang mit Steinstufen verziert. Die Casa de Silvestro hingegen ist mit besonderen Verzierungen im neoklassischen Stil und einem Fresko von 1792 dekoriert. Die San Lazzaro Kirche ist die einzige Kirche der Gemeinde mit einem angebauten Friedhof. In der Vergangenheit war Forno von der Pfarrei Moena abhängig, was auch in den Protokollen der Priesterbesuche von 1538 und 1580 festgehalten wurde. Schon zu jener Zeit sorgte diese Abhängigkeit für Aufruhr in der Bevölkerung, die sich für die Unabhängigkeit des Dorfes einsetzte. Ein kleiner Schritt zur Unabhängigkeit wurde Anfang des 17. Jahrhunderts unternommen, als die Einheimischen Geld für den Lebensunterhalt ihres Pfarrers sammelten und so ihren eigenen Priester hatten.
Forno ist ein kleines Paradies für alle Naturliebhaber. Wanderer können die umliegenden Berge auf zahlreichen Wanderwegen erkunden, während Radfahrer das Fleims- und Fassatal auf dem Radweg, der die beiden Täler verbindet, entdecken können. Auch Langlaufen wird hier großgeschrieben: Dieser sehr beliebte Sport kann auf den unzähligen Loipen sowie auf der offiziellen Marcialonga-Strecke ausgeübt werden. Die Skigebiete Alpe di Lusia und Latemar Dolomites begeistern mit ihren bestens präparierten Skipisten.
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