Someda, eine Fraktion der Gemeinde von Moena, liegt auf einer sonnigen Anhöhe mit Panoramablick
Bildergalerie: Someda
Das typische ladinische Dorf auf 1.275 m ü.d.m. verdankt seinen Namen wahrscheinlich dem Piz Meda, von dem es überragt wird. Someda ist nur etwas mehr als einen Kilometer vom Dorf Moena, dem Hauptort der gleichnamigen Gemeinde entfernt. Es ist ein Paradies für Sportler. Im Sommer kannst du die umliegenden Berge und Gebiete mit dem Mountainbike oder dem Rennrad erkunden. Im Winter zieht es zahlreiche Wintersportler hierher. Ob Skifahren, Langlaufen, Schneeschuhwandern, Skitouren gehen oder Wandern - hier kommt jeder auf seine Kosten. Vom Dorf aus kannst du einen einzigartigen Panoramablick auf den Latemar, den Rosengarten und den Langkofel genießen. Die Marcialonga, ein historisches Skilanglaufrennen, ist ein Highlight für alle begeisterten Fans, Profis und Amateurathleten aus der ganzen Welt.
Auch kulturell hat Someda so einiges zu bieten. Die Pfarrkirche, die den Heiligen Roch, Sebastian und Fabian gewidmet ist, erhebt sich über dem Dorfplatz. Sie wurde 1750 erweitert und verfügt über eine schlichte glockenförmige Fassade und einem Spitzbogenportal über welchem eine runde und eine kreuzförmige Öffnung zu sehen sind. Links von der Kirche steht der Glockenturm, der Mitte des 18. Jahrhunderts erbaut wurde. Er wurde 1883 nach einem verheerenden Feuer, das auch die Decke der Kirche zerstört hatte, wieder aufgebaut. Im Inneren der Kirche kannst du ein Altarbild der Mutter Gottes mit Kind und der Heiligen Roch und Sebastian erkennen. Rund um die Kirche stehen noch einige tabià, typische Heuschupfen der ladinischsprachigen Bevölkerung. Ein Beispiel dafür ist der tabià della gnesa mit seinem langen Balkon aus dicken Baumstämmen und der getafelten Fassade. Die Casa dei Conti Somedi aus dem 16. Jahrhundert, eines der ältesten Gebäude, enthält einige Keller, Gefängnisse und Lagerräume. Casa Valerio Batesta aus dem 18. Jahrhundert, besteht nicht wie alle anderen tabià aus Holz, sondern aus Stein. Bis 1993 befand sich an der südlichen Fassade ein Fresko von Valentino Rovisi, das jedoch vom erosionsgefährdeten Gebäude abgenommen und im Einverständnis mit dem Besitzer in das Rathaus von Moena übersiedelt wurde.
Entlang der Straße die vom Soraga See nach Moena führt, steht der Forte di Someda, eine Militärbaute, die während der zwei Weltkriege das österreichisch-ungarische Reich schützen sollte. 1915, als Italien in den Krieg zog, blockierte das italienische Militär dank dieser Festung den Eingang in das San Pellegrino Tal. Kurz danach wurde die Festung aus Sicherheitsgründen verlassen.
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