Vinschgau Martelltal Stausee Zufallspitze Cevedale
Vinschgau Martelltal Stausee Zufallspitze Cevedale

Ortlergruppe

Majestätische Erhebungen aus Fels und Eis prägen die Ortlergruppe im Nationalpark Stilfserjoch.

Die Ortlergruppe teilt sich auf die Provinzen Bozen, Trient und Sondrio auf. In dieser Gebirgsgruppe sind die höchsten Gipfel der südlichen Rätischen Alpen zu finden: das Dreigestirn Ortler, Zufallspitze und Königsspitze, sowie der Monte Cevedale, mit 3.769 m ü.d.M. nach Ortler und Königspitze der dritthöchste Berg des Ortlermassivs und der höchste Berg im Trentino. Dazu kommen viele weitere Gipfel, die eine Höhe von 3.500 m überschreiten, wie der Palon de la Mare, Monte Vioz, Punta San Matteo und Pizzo Tresero. Durch ihre Höhenlage und Geländebeschaffenheit werden die Berghänge der Ortlergruppe von zahlreichen - auch weitläufigen - Gletschern zerfurcht, wie etwa dem Ghiacciaio dei Forni. Mit seinen 13 km² zählt er zu den größten Gletschern Italiens.

Von der Trientner Seite aus ist die Ortlergruppe über das Val di Sole Tal und dessen Seitentäler Val di Peio und Val di Rabbi aus erreichbar und gleichzeitig begrenzt. Im Norden wird die Gebirgsgruppe vom Vinschgau (Südtirol) begrenzt, im Südwesten vom Camonica Tal und im Westen vom oberen Valtellina Tal, in das das Stilfserjoch (2.758 m ü.d.M.) vom Vinschgau her kommend mündet. Das Stilfserjoch ist der höchste befahrbare Pass Italiens und ein bekanntes Sommerski-Gebiet. Trotz seiner großen Ausdehnung ist die Ortlergruppe zur Gänze Teil des Nationalparks Stilfserjoch, der bereits 1935 unter Schutz gestellt wurde und eine einzigartige Naturlandschaft bietet.

Schon seit den Anfängen des Bergsteigens übt die Ortlergruppe eine große Anziehungskraft aus: Bereits 1804 wurde der Ortler erstmals bezwungen, mit seinen 3.905 m damals der höchste Berg des österreichisch-ungarischen Reiches. Seit diese Seilschaft, bestehend aus dem Jäger Josef Pichler und seinen Bergkameraden Johann Leitner und Johann Klausner, den Ortler erstbestiegen hat, hat der Berg allerdings nichts an Attraktivität eingebüßt, denn heute noch ist er und die gesamte Ortlergruppe ein beliebtes Klettergebiet. Während der raue “König Ortler” das Ziel jedes ambitionierten Alpinisten ist, ist der Monte Cevedale mit seinen sanften vereisten Berghängen das Ziel Nr. 1 bei Skitourengehern.

Das Ortlermassiv, bestehend aus Fels und Eis, aber auch aus “niedrigeren” Gipfeln, die jeder gut vorbereitete Wanderer schaffen kann, bietet ein unvergessliches Abenteuer, das mit Respekt und Bewunderung erlebt werden sollte.

Höchster Gipfel: Ortler (3.905 m ü.d.M.)
Weitere Gipfel: Monte Cevedale, Königspitze, Palon della Mare, Punta San Matteo, Monte Vioz, Pizzo Tresero
Erstbesteigung des Ortler: am 27. September 1804 durch J. Pichler, J. Leitner und J. Klausner
(Schutz)Hütten in diesem Gebiet: Casati-Schutzhütte, Zufallhütte (Rifugio Nino Corsi), Silvio Dorigoni-Schutzhütte, Larcher-Schutzhütte, Mantova al Vioz-Schutzhütte, Payer-Schutzhütte, Quinto Alpini-Schutzhütte, Düsseldorferhütte (Rifugio Serristori)

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